Management-Experte: KI ist kein Ersatz für Führung

Ham­burg, 24. Feb­ru­ar 2026 –„Kün­stliche Intel­li­genz ist kein Ersatz für Führungsqual­ität“, will der Man­age­ment-Experte Eck­hart Hilgen­stock der Vorstel­lung ent­ge­gen­treten, KI kön­nte kün­ftig die Entschei­dungs­ge­walt in den Unternehmen an sich reißen.

Der Ham­burg­er Fach­mann für Kün­stliche Intel­li­genz im Man­age­ment, der von Unternehmen häu­fig als Inter­im Man­ag­er für KI-Pro­jek­te engagiert wird, rät zur Dif­feren­zierung: „Wenn McK­in­sey 5.000 Berater entlässt und durch KI erset­zt, dann deswe­gen, weil diese lediglich Zuar­beit­en statt Führungsauf­gaben zu erledi­gen hat­ten. Dieser Trend wird sich fort­set­zen: Primär mit Ver­wal­tungstätigkeit­en befasste Man­ag­er wer­den sich zunehmend in der Arbeit­slosigkeit wiederfind­en, während die Posi­tion von wirk­lichen Entschei­dern gestärkt wird. Denn Kün­stliche Intel­li­genz ist bestens geeignet, um Entschei­dun­gen vorzu­bere­it­en, aber nicht, um diese ver­ant­wor­tungsvoll zu treffen.“

ChatGPT: deskriptive Daten in fünf Minuten statt fünf Tagen

Eck­hart Hilgen­stock, der selb­st jahre­lang als Part­ner bei BCG (Boston Con­sult­ing Group) tätig war, weiß: „Viele mein­er ehe­ma­li­gen Kol­le­gen sind nervös“. Doch auch hier­bei sei zu dif­feren­zieren, sagt der Ex-BCG-Part­ner. Als Insid­er ken­nt er die Berater­branche: „Die Zeit, als Junior Con­sul­tants Mark­t­analy­sen erstell­ten und dann für eine Woche Arbeit 50.000 Euro für deskrip­tive Dat­en berech­net wur­den, ist vor­bei. Heute erledigt das Chat­G­PT in fünf Minuten, mit Nachar­beitung höch­stens fünf Stun­den, aber niemals fünf Tage.“ Doch während in der Branche schon vom „Ende des Con­sult­ings“ die Rede sei, weist Eck­hart Hilgen­stock auf ein ganz anderes Prob­lem hin: Die, wie er meint. „falsche Über­tra­gung der Entwick­lun­gen in der Beratungs­branche auf den Mittelstand.“

Der Man­age­ment-Experte, der heute als Führungskraft auf Zeit und Beirat in der mit­tel­ständis­chen Wirtschaft tätig ist, sagt: „Immer häu­figer fra­gen mich Inhab­er, Geschäfts­führer und Vorstände aus mit­tel­ständis­chen Unternehmen, ob sie dem Beispiel von McK­in­sey & Co. fol­gen und ihr Man­age­ment eben­falls durch KI-Soft­ware erset­zen sollen. Doch das ist in der Regel der falsche Weg.“ Er begrün­det: „Kleine und mit­tlere Betriebe sind meis­tens deshalb so erfol­gre­ich, weil sie näher am Kun­den und am Markt sind und schneller die richti­gen Entschei­dun­gen tre­f­fen. Diese Nähe und Flex­i­bil­ität basieren im All­ge­meinen auf Führungsqual­itäten, die ger­ade nicht durch Kün­stliche Intel­li­genz zu erset­zen sind. Natür­lich muss auch im Mit­tel­stand automa­tisiert wer­den und KI spielt dabei eine Schlüs­sel­rolle, aber weniger auf der Führungsebene.“

KI liefert die Datenbasis, nicht die Entscheidung

Eck­hart Hilgen­stock erk­lärt „Kün­stliche Intel­li­genz liefert im besten Fall die Daten­ba­sis, um bessere Entschei­dun­gen zu tre­f­fen. Aber wer als Man­ag­er Entschei­dun­gen an die KI delegiert, hat seinen Job verfehlt.“

Bei mit­tel­ständis­chen Man­age­ment- und Beirats­man­dat­en werde ihm des Öfteren die Frage gestellt, ob KI nicht ganze Abteilun­gen erset­zen kön­nte, beispiel­sweise das Finanzwe­sen, berichtet Eck­hart Hilgen­stock aus der Prax­is. Nach sorgfältiger Analyse komme er regelmäßig zu dem Schluss, dass die KI die Pro­duk­tiv­ität und Effizienz deut­lich erhöhen kann, aber in keinem einzi­gen Fall „auf men­schliche Fak­toren wie Ehrgeiz, Fin­ger­spitzenge­fühl, Markt- und Kun­den­nähe, Empathie und Entscheidungskraft“verzichtet wer­den sollte.

Beispiele aus Finanzen und Vertrieb

Er gibt ein Beispiel aus dem Finanzsek­tor: „Natür­lich sollte man heutzu­tage KI nutzen, um fort­laufend Liq­uid­ität­sprog­nosen erstellen zu lassen. Aber es wäre grob fahrläs­sig, die Fra­gen, wie Zahlungs­verzögerungen bei einem bes­timmten Kun­den zu inter­pretieren sind oder ob man bei einem neuen Auf­trag ins Risiko gehen sollte, der KI zu über­lassen.“ Als weit­eres Beispiel ver­weist er auf den Ver­trieb: „Beim Busi­ness Devel­op­ment gehört Kün­stliche Intel­li­genz zu den größten Hebeln, um neue Kun­den zu gewin­nen und zusät­zliche Umsatzquellen zu erschließen. Aber das funk­tion­iert nur, wenn die Men­schen im Ver­trieb motiviert sind und den Umgang mit der KI beherrschen.“

Gle­ich­es gelte für neue Geschäftsmod­elle, meint Eck­hart Hilgen­stock. „Ich werde im Rah­men mein­er Man­date als Beirat und Inter­im Man­ag­er immer häu­figer gebeten, Auss­chau nach neuen KI-basierten Geschäftsmod­ellen zu hal­ten. In allen Fällen kann ich entsprechende Vorschläge unter­bre­it­en, aber die Entschei­dung, welchen Weg ein Unternehmen strate­gisch ein­schla­gen will, ist eine Führungsauf­gabe, die let­ztlich der Inhab­er, Geschäfts­führer oder Vor­stand zu tre­f­fen hat.“

Über Eckhart Hilgenstock

Eck­hart Hilgen­stock zählt zu den meist­ge­fragten Inter­im Man­agern in Deutsch­land. Unternehmen holen ihn regelmäßig als Führungskraft auf Zeit in den Betrieb, wenn es um die The­men prof­ita­bles Wach­s­tum und Ver­trieb sowie Dig­i­tal­isierung und den KI-Ein­satz in Organ­i­sa­tio­nen geht. „Eck­hart Hilgen­stock gilt als Vorzeigetyp der Branche“, schrieb die WirtschaftsWoche über ihn. Seine Erfahrun­gen hat er u.a. gesam­melt als Gen­er­al Man­ag­er EMEA Sales Glob­al Accounts bei Microsoft sowie zuvor als Man­ag­ing Direc­tor DACH bei Lotus Devel­op­ment und IBM Deutsch­land. Eck­hart Hilgen­stock ist Mit­glied im Diplo­mat­ic Coun­cil, ein­er glob­alen Denk­fab­rik mit Berater­sta­tus bei den Vere­in­ten Natio­nen (UN) und Autor des Buch­es „KI-Ein­satz in Unternehmen: Chan­cen, Risiken, Erfolge“ (ISBN 978–3‑98674–114‑3), das im Ver­lag des Think Tank erschienen ist. Er gehört zum kleinen Kreis der Ver­fass­er des viel­beachteten „Unit­ed Inter­im Wirtschaft­sre­port 2025“. Die Diplo­mat­ic Coun­cil Future Acad­e­my hat ihm den Titel „Top Inter­im Man­ag­er 2025“ verliehen.

Direk­tkon­takt:

Eck­hart Hilgenstock

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