Jeder vierte Erwerbstätige vertraut bei wichtigen Fragen zuerst einem KI-Chatbot
Studie zeigt Risiken für selbständiges Denken

  • 26 % der Erwerb­stäti­gen nutzen bei wichti­gen Fra­gen bevorzugt KI-Chatbots

  • 43 % nutzen KI-Chat­bots, um eine tief­ere Auseinan­der­set­zung mit The­men zu vermeiden

  • 56 % der 25–29-Jährigen fühlen sich von KI-Chat­bots manch­mal bess­er ver­standen als von Menschen

Kün­stliche Intel­li­genz wird für viele Beschäftigte zum ersten Ansprech­part­ner bei rel­e­van­ten beru­flichen und pri­vat­en Fragestel­lun­gen. Das zeigt eine repräsen­ta­tive Studie des PINKTUM Insti­tute unter 1.550 Erwerb­stäti­gen in Deutsch­land. Jed­er Vierte (26 %) set­zt über alle abge­fragten Anwen­dungs­bere­iche hin­weg vor­rangig auf KI-Chat­bots wie Chat­G­PT oder Gem­i­ni. Zu Bewer­bun­gen, Gehalts­ge­sprächen, Fachthe­men oder kreativ­en Prozessen wen­den sich sog­ar mehr als 40 % der Befragten primär an einen Chat­bot. Außer­dem fühlen sich viele Anwen­der von der KI manch­mal bess­er ver­standen als von Men­schen (29 % über alle Alters­grup­pen). Unter jün­geren Erwerb­stäti­gen (25–29 Jahre) hat sog­ar mehr als jed­er Zweite (56 %) das Gefühl, dass der Chat­bot ihn teil­weise bess­er versteht.

 

Damit begin­nt sich ein zen­trales Prinzip der Arbeitswelt zu verschieben: 

Ver­trauen wird nicht mehr auss­chließlich zwis­chen Men­schen, son­dern zunehmend in Sys­teme aufge­baut. Dieser Wan­del wird maßge­blich durch Effizien­zgewinne getrieben. 43 % der Befragten geben an, mit KI-Chat­bots mehr Arbeit zu schaf­fen, 48 % meinen, damit bessere Ergeb­nisse zu erzie­len und 46 % erleben eine Ent­las­tung im Arbeitsalltag.

Schattenseiten der Effizienz

Gle­ichzeit­ig offen­bart die Studie eine kri­tis­che Kehr­seite: 43 % set­zen KI-Chat­bots gezielt ein, um eine ver­tiefte Auseinan­der­set­zung mit The­men zu ver­mei­den. Die Folge sind zwar schnellere Ergeb­nisse, jedoch oft ohne ein fundiertes Ver­ständ­nis der zugrunde liegen­den Inhalte und Zusam­men­hänge. KI wird damit nicht nur als Werkzeug zur Qual­itätssteigerung genutzt, son­dern auch als kog­ni­tive Abkürzung. 46 % der Befragten stellen für diese Beschle­u­ni­gung sog­ar Bedenken hin­sichtlich ihrer Pri­vat­sphäre zurück.

Joachim Paw­lik, CEO PINKTUM: „KI macht uns pro­duk­tiv­er, aber sie ver­führt uns auch dazu, weniger selb­st zu denken. Wenn Bequem­lichkeit zur Leit­logik wird und Ver­trauen sich von Men­schen auf Sys­teme ver­lagert, entste­ht ein struk­turelles Risiko für Kom­pe­tenz, Ver­ant­wor­tung und Führung.“

Paw­lik ergänzt: „KI verän­dert deshalb nicht nur Arbeit, son­dern auch den Umgang mit Ver­ant­wor­tung. Führung muss aktiv gegen­s­teuern, indem sie Reflex­ion ein­fordert und die Urteil­skraft von Mitar­bei­t­en­den stärkt.“

PINKTUM Insti­tute ist die wis­senschaftliche Gesellschaft der PINKTUM Gruppe. Das Forschungs- und Umfrage­un­ternehmen wurde 2023 unter der Leitung von Dr. Wolf-Bertram von Bis­mar­ck gegrün­det. Das Forschungs­feld lehnt sich the­ma­tisch an das EdTech-Unternehmen PINKTUM und die PAWLIK Group an. Der Fokus liegt auf der Poten­zia­len­twick­lung von Men­schen im Arbeit­skon­text. PINKTUM Insti­tute führt nation­al und inter­na­tion­al Umfra­gen und qual­i­ta­tive Stu­di­en zu men­schlichen Fähigkeit­en und deren Ein­flussfak­toren durch.

Das EdTech-Unternehmen PINKTUM ist ein­er der führen­den Anbi­eter für die nach­haltige Verbesserung von Soft Skills und Men­tal Skills in Unternehmen. Kun­den durch­laufen dig­i­tale Lernpfade, die auf ihren indi­vidu­ellen Entwick­lungs­be­darf aus­gerichtet sind und in den Arbeit­sall­t­ag inte­gri­ert wer­den. Herzstück des Ange­bots sind der KI-Coach PINKpro und die inter­na­tion­al preis­gekrönte Online-Bib­lio­thek. Sie umfasst rund 1.300 videobasierte, inter­ak­tive E‑Trainings, die in zehn Sprachen kul­turell angepasst zur Ver­fü­gung ste­hen. Mit Kün­stlich­er Intel­li­genz und auf Basis psy­chol­o­gis­ch­er Forschung entwick­elt PINKTUM seine Meth­o­d­en und Lern­in­halte stetig weit­er und set­zt neue Lern­im­pulse in Unternehmen.

PINKTUM ist der Marken­name der 2010 gegrün­de­ten Pink Uni­ver­si­ty GmbH mit mehr als 100 Mitar­bei­t­en­den. Der Haupt­sitz des inter­na­tion­al täti­gen Unternehmens liegt in Ham­burg und München. CEO ist Joachim Paw­lik. Das Unternehmen gehört zur PAWLIK Group. PINKTUM Insti­tute – Soft Skills for Tomorrow

Autor/ Kon­takt

Pink Uni­ver­si­ty GmbH
Kristi­na Behrend
Head of Communications
presse@pinktum.com
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