Einsatz von KI-Lösungen steigt, Herausforderungen bei der Implementierung bleiben

Neues B2BEST Barom­e­ter von ECC KÖLN, synaigy und VTEX zeigt: B2B-Unternehmen messen dem The­ma KI hohe Rel­e­vanz bei. Ein­satz von KI-Lösun­gen in ver­schiede­nen Bere­ichen steigt, doch die Her­aus­forderun­gen bei der Imple­men­tierung bleiben diesel­ben wie 2024. Wirtschaftliche Lage sta­bil mit leichter Ver­schlechterung zum Vorquartal.

Kün­stliche Intel­li­genz hat sich in B2B-Unternehmen als weit mehr als ein vorüberge­hen­der Hype etabliert. Das zeigt auch das aktuelle B2BEST Barom­e­ter von ECC KÖLN, synaigy und VTEX, für das im März 2026 200 Großhändler und Her­steller befragt wur­den. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (54 %) stuft Kün­stliche Intel­li­genz bere­its heute als sehr oder äußerst rel­e­vant für das eigene Geschäft ein (2024: 49 %). In fünf Jahren rech­nen sog­ar 85 Prozent mit ein­er hohen Bedeu­tung von KI (2024: 75 %). Beson­ders großes Poten­zial sehen die Befragten darin, Kun­de­nan­fra­gen schneller und qual­i­ta­tiv hochw­er­tiger zu bear­beit­en (78 %) sowie Entschei­dung­sprozesse präzis­er und ver­lässlich­er zu gestal­ten (77 %). Zudem erwarten knapp drei Vier­tel der Unternehmen (74 %), mith­il­fe von KI zusät­zliche Umsatzpoten­ziale zu erschließen, etwa durch neue daten­basierte Pro­duk­te oder Ser­vices. Trotz der großen Rel­e­vanz des The­mas, zeigen sich beim Blick in die Prax­is teil­weise Implementierungslücken.

Einsatz von KI-Lösungen in vielen Bereichen gestiegen

Im Ver­gle­ich zu 2024 ist der Ein­satz von KI-Lösun­gen in vie­len Bere­ichen deut­lich gestiegen. Die Top 3 der aktuell einge­set­zten KI-Lösun­gen sind: Chat­bots und virtuelle Assis­ten­ten (48 %, 2024: 39 %), die automa­tisierte Doku­menten­er­stel­lung (45 %; 2024: 36 %) sowie die automa­tis­che Ver­buchung von Zahlung­se­ingän­gen (44 %). Ins­ge­samt schre­it­et die Automa­tisierung ent­lang der Wertschöp­fung weit­er voran: 41 Prozent der Großhändler und Her­steller set­zen KI für automa­tisierte Pro­duk­tbeschrei­bun­gen und Con­tent-Erstel­lung ein, 39 Prozent zur Automa­tisierung intern­er Work­flows und 37 Prozent zur Anre­icherung von Pro­duk­t­dat­en im PIM.

Die Rich­tung ist klar: KI wird im B2B immer rel­e­van­ter. Bei einem Großteil der befragten Unternehmen sind gen­er­a­tive KI-Lösun­gen wie Chat­G­PT, CoPi­lot oder Gem­i­ni schon im Ein­satz. Chat­G­PT und Co. zu nutzen bedeutet allerd­ings noch lange nicht, KI fest in der Wertschöp­fung zu ver­ankern. Genau dieser Unter­schied wird aber entschei­dend sein für die Zukun­fts­fähigkeit von Unternehmen“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäfts­führer des IFH KÖLN und Grün­der des ECC KÖLN.

Herausforderungen bei der Implementierung von KI-Lösungen dieselben wie 2024 

Trotz des zunehmenden Ein­satzes von KI bleiben die Her­aus­forderun­gen für Großhändler und Her­steller seit zwei Jahren weit­ge­hend unverän­dert. Als größte Hür­den gel­ten weit­er­hin die Inte­gra­tion in beste­hende Sys­teme (44 %; 2024: 43 %), Daten­schutz- und Sicher­heit­srisiken (37 %; 2024: 39 %) sowie die hohe tech­nis­che Abhängigkeit (30 %; 2024: 34 %). Mit Blick auf den ab August 2026 voll­ständig gel­tenden EU AI Act* zeigt sich zudem Zurück­hal­tung: Mehr als die Hälfte der Unternehmen (56 %) beobachtet die Reg­ulierung, ohne aktiv zu han­deln. Beson­ders kleinere Unternehmen sehen aktuell keinen Hand­lungs­be­darf (25 %).
„Die Studie zeigt: Viele Unternehmen erken­nen das Poten­zial von KI, behan­deln sie aber noch zu oft als isolierte Einzel­lö­sung ohne klare Strate­gie. Der Erfolg von KI wird zudem sel­ten sys­tem­a­tisch gemessen – damit fehlt die Basis, um ihren tat­säch­lichen Mehrw­ert zu bew­erten und sie nach­haltig in der Wertschöp­fung zu ver­ankern. Entschei­der soll­ten daher nicht auf den per­fek­ten Use Case warten, son­dern zeit­nah einen mess­baren Piloten ent­lang der eige­nen Wertschöp­fungs­kette umset­zen“, erk­lärt Joubin Rahi­mi, Geschäfts­führer synaigy GmbH. 

Wirtschaftliche Lage stabil mit leichter Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal

Ins­ge­samt bew­erten 69 Prozent der befragten Her­steller und Großhändler die all­ge­meine wirtschaftliche Lage weit­er­hin (sehr) gut. Im Ver­gle­ich zum Vorquar­tal lässt sich jedoch eine leichte Ver­schlechterung erken­nen. So wird im aktuellen B2BEST Barom­e­ter die wirtschaftliche Lage von jedem fün­ften B2B-Unternehmen als sehr gut bew­ertet, im vierten Quar­tal 2025 waren es 28 Prozent.

* Der EU AI Act ist das weltweit erste umfassende Gesetz zur Reg­ulierung von Kün­stlich­er Intel­li­genz. Er wurde 2024 ver­ab­schiedet und tritt phasen­weise bis August 2026 voll­ständig in Kraft. Sein Ziel: sich­er­stellen, dass KI sich­er, trans­par­ent und ver­ant­wor­tungsvoll einge­set­zt wird. Das Gesetz teilt KI-Sys­teme je nach Risiko in ver­schiedene Kat­e­gorien ein und legt fest, welche Anforderun­gen Unternehmen erfüllen müssen – zum Beispiel Trans­parenz, Risiko­man­age­ment und men­schliche Aufsicht

Im Rah­men des „B2BEST Barom­e­ters“ beleucht­en das ECC KÖLN und synaigy quar­tal­sweise die Stim­mung im Großhan­del und B2B-Ver­trieb sowie Trendthe­men der Branche. Hier­für wur­den im ersten Quar­tal 2026 ins­ge­samt 200 Großhändler und Her­steller (Verteilung: 35,50 % Großhändler und 64,50 % Her­steller) zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage online befragt. In der vor­liegen­den Befra­gung wurde zusät­zlich das The­ma „Kün­stliche Intel­li­genz“ fokussiert. 

Die kosten­lose Man­age­ment Sum­ma­ry ste­ht im Shop  des IFH KÖLN zum Down­load zur Verfügung.

Seit 1999 ist das ECC KÖLN als Tochter­marke des renom­mierten IFH KÖLN (Insti­tut für Han­dels­forschung) eine treibende Kraft im E‑Commerce. Unser Ziel ist es, Händlern, Her­stellern und Lösungsan­bi­etern eine einzi­gar­tige und exk­lu­sive Wissens‑, Beratungs- und Net­work­ing-Plat­tform zu bieten, um sie fit für die Zukun­ft des Han­dels zu machen. Mit unserem Net­zw­erk ECC CLUB haben wir eine inspiri­erende und stark ver­net­zte Com­mu­ni­ty aus allen Han­dels­branchen geschaf­fen. Unsere Strate­gieprofis rund um ECC NEXT begleit­en Unternehmen strate­gisch in die dig­i­tale Zukunft.

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Im Rah­men des „B2BEST Barom­e­ters“ beleucht­en das ECC KÖLN und synaigy quar­tal­sweise die Stim­mung im Großhan­del und B2B-Ver­trieb sowie Trendthe­men der Branche. Hier­für wur­den im ersten Quar­tal 2026 ins­ge­samt 200 Großhändler und Her­steller (Verteilung: 35,50 % Großhändler und 64,50 % Her­steller) zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage online befragt. In der vor­liegen­den Befra­gung wurde zusät­zlich das The­ma „Kün­stliche Intel­li­genz“ fokussiert. 

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