
Furniture‑X – Weit mehr als eine Initiative für den digitalen Produktpass in der Möbelbranche
Anfang 2024 hat sich das Konsortium Furniture‑X zusammengeschlossen, um gemeinsam die Einführung des digitalen Produktpasses (DPP) in der Möbelbranche voranzutreiben.
Dabei stehen folgende Leitlinien im Fokus:
Die wichtigsten Branchenorganisationen im Bereich des Datenmanagements wirken vom Start weg bei Furniture X mit, um die komplexe Einführung bis 2030 in der Möbelbranche zu bewältigen: der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM), das Daten Competence Center (DCC) als Standardisierungsorganisation für Formate und Prozesse beim Datenaustausch, der Handelsverband Möbel und Küchen (BVDM), der Mittelstandsverbund (ZGV), Morphe als treibende Kraft für die Etablierung der ECLASS-Normen in der Einrichtungsbranche sowie Integrated Worlds als Betreiber der zentralen Datenaustauschplattform IWOfurn.
Furniture‑X – der digitale Zwilling als Schlüssel zur Zukunft der Möbelbranche
Was als Initiative zur Einführung des digitalen Produktpasses (DPP) begann, hat sich bei Furniture‑X zu einem ganzheitlichen Vorhaben entwickelt: Es entsteht ein kollaboratives Ökosystem für digitale Zwillinge, in dem alle wertschöpfenden Akteure entlang der Lieferkette gemeinsam mit Prozess- und Produktinformationen arbeiten – integriert in bestehende Abläufe und Systeme und bereit, die Branche grundlegend zu transformieren. Schon heute entstehen dadurch messbare Mehrwerte: durch transparente, fehlerfreie und rollenbasierte Datenbereitstellung über den gesamten Lebenszyklus eines Möbelstücks – von der Herstellung bis zum Recycling. Gleichzeitig schafft Furniture‑X die Basis, um aktuelle (z.B. EUDR) und zukünftige (z.B. DPP) regulatorische Anforderungen effizient und nahtlos zu integrieren. Sehen Sie im Überblick welchen konkreten Mehrwert der digitale Zwilling für die Akteure entlang der Wertschöpfungskette bietet:
Bildquelle: Integrated Worlds GmbH
Die Lighthouse-Projekte von Furniture‑X

Die Lighthouse-Projekte zeichnen sich durch die Zusammenarbeit vieler unterschiedlicher Akteure aus. Gemeinsam untergliedern sie einen übergeordneten Use Case und füllen ihn sowohl technisch als auch inhaltlich mit Leben. Das Ergebnis dieser Projekte sind Blaupausen, die als Grundlage für den Rollout in der Möbelbranche dienen.
Integrationsprojekte hingegen werden überwiegend von wenigen, spezialisierten Organisationen durchgeführt, die über Expertise in einem bestimmten Fachbereich verfügen. Ihr Ziel ist die Analyse der Machbarkeit sowie die Schaffung grundlegender Voraussetzungen. Die Ergebnisse umfassen daher sowohl neue Erkenntnisse als auch technische Komponenten, die wiederum in die UseCase-Projekte einfließen.
Darüber hinaus wurden bereits die ersten drei Showcases von digitalen Zwillingen vorgestellt. Die Aufzeichnung der Premiere, in der zu sehen ist, wie sich der digitale Zwilling mit Leben füllt, finden Sie auf Furniture‑X.de:
Wie sieht die allgemeine Struktur aus, die dahinter steht?

Die Struktur berücksichtigt die Vorgaben der EU – alle relevanten Regeln werden eingehalten und darauf geachtet das neue Anforderungen gemeinsam gelöst werden können. Ein Regelwerk auf Governance-Ebene legt Rollen, Rechte und Spielregeln fest.
Darunter befindet sich die technische Infrastruktur, über die Akteure entlang der Wertschöpfungskette ihre Daten sicher miteinander teilen können. Von dieser gemeinsamen „Datenarbeit“ profitieren alle: Jeder hat die Informationen zur Hand, die er braucht – bis hin zum Recycling und dem Ende des Produktlebens.







Autor: Bastian Weippert; Integrated Worlds GmbH
