KI privat top, im Job Fehlanzeige:
Deutsche können KI längst, nur nicht bei der Arbeit

Wer pri­vat mit Chat­G­PT recher­chiert, Copi­lot Texte schreiben lässt oder mit Gem­i­ni Ideen sortiert, legt diese Rou­tine an der Bürotür oft wieder ab. Das belegt die aktuelle Omnibus-Befra­gung Q2.2026 von elab­o­ra­tum: 82 Prozent der Befragten greifen pri­vat zu KI-Tools, beru­flich sind es nur 59 Prozent. Anders gesagt: Beru­flich verzichtet mehr als jed­er Dritte kom­plett auf KI (41 Prozent „nie ”), pri­vat nur knapp jed­er Fün­fte (18 Prozent „nie ”).

Die Lücke ist keine Frage des Kön­nens. Sie zeigt, wo Unternehmen Wert liegen lassen.

Recherche und Texte laufen längst, nur privat

Am häu­fig­sten nutzen die Befragten KI für Recherche (64 Prozent), Textgener­ierung (43 Prozent) und Brain­storm­ing (41 Prozent). Genau diese Auf­gaben fall­en auch im Job täglich an. Die Kom­pe­tenz dafür brin­gen viele Mitar­bei­t­ende also längst mit. Sie erproben sie nur im Pri­vat­en, wo nie­mand nach Freiga­ben, Richtlin­ien oder Daten­schutz fragt.

„Die Men­schen haben KI im All­t­ag angenom­men. Im Unternehmen scheit­ert die Nutzung nicht an fehlen­der Kom­pe­tenz, son­dern an fehlen­den Leit­planken “, sagt Joachim Stalph, Man­ag­ing Part­ner bei elab­o­ra­tum . „Wo Regeln zum Umgang mit ver­traulichen Dat­en fehlen, entschei­den sich Mitar­bei­t­ende im Zweifel gegen das Tool. Nicht aus Unwis­sen, son­dern aus Vorsicht. ”

Kontrolle bleibt Bedingung, auch das erklärt die Zurückhaltung im Job

Die Befra­gung zeigt zugle­ich, warum Unsicher­heit beson­ders am Arbeit­splatz bremst: KI ist als Assis­tent akzep­tiert, solange der Men­sch die Kon­trolle behält. Eine Empfehlung erstellen lassen, dem stim­men 34 Prozent zu. Eine Empfehlung ungeprüft übernehmen, das lehnen 68 Prozent ab. „Human in the Loop ” ist für die Befragten keine Option, son­dern Voraussetzung.

Diese Skep­sis reicht bis zu den Ergeb­nis­sen selb­st. KI-gener­ierte Bilder bew­erten 43 Prozent neg­a­tiv, nur 23 Prozent pos­i­tiv. Wer KI im Job ein­set­zt, sollte also nicht nur regeln, wie sie genutzt wird, son­dern auch, wo das Ergeb­nis eine men­schliche Prü­fung braucht, bevor es nach außen geht.

Fehlt im Unternehmen der Rah­men, der genau diese Kon­trolle organ­isiert, bleibt das vorhan­dene Kön­nen ungenutzt.

Was Unternehmen tun können

Rein­er Tool-Zugang reicht nicht. Wer aus vorhan­den­er Kom­pe­tenz echt­en Wert schöpfen will, baut zuerst Ver­trauen, dann Reich­weite. Den Anfang macht eine klare Regel auf ein­er Seite, welche Dat­en in welch­es Tool dür­fen und welche

nie. Sie ist kein Bürokratie-Akt, son­dern der Rah­men, der Mitar­bei­t­en­den die Unsicher­heit nimmt, die sie heute vom Tool wegtreibt. Danach lohnt der Start in einem Bere­ich, in dem KI direkt auf die Kun­den­beziehung ein­zahlt, etwa im Kun­denser­vice oder im Vertrieb,

wo sich guter Ein­satz schnell in Antwortqual­ität und Reak­tion­szeit zeigt. Für wiederkehrende Auf­gaben wie das Zusam­men­fassen eines Ange­bots oder das Entwer­fen ein­er Antwort nimmt eine gemein­same Prompt-Bib­lio­thek die Ein­stiegshürde und sorgt zugle­ich für einheitliche

Qual­ität nach außen. Bei allem, was Kun­den erre­icht, bei Verträ­gen und Geldthe­men bleibt der Men­sch die let­zte Instanz, bevor etwas raus­ge­ht, genau die Kon­trolle, die auch die Befragten erwarten. Und ein erster sicht­bar­er Erfolg, ein schnelleres Ange­bot oder

eine spür­bar bessere Kun­denant­wort, überzeugt das Team mehr als jede Schulungsfolie

„Man muss nie­man­dem mehr erk­lären, was ein Prompt ist “, so Stalph. „Die Auf­gabe ist, den erlaubten Rah­men zu set­zen und konkrete Beispiele an die Hand zu geben. Dann ver­lagert sich die Nutzung von selb­st vom Feier­abend in den Arbeitstag. ”

Die Omnibus-Befra­gung Q2.2026 von elab­o­ra­tum wurde vom 3. bis 11. Juni 2026 durchge­führt. Befragt wur­den 199 Per­so­n­en in Deutsch­land, gle­ich verteilt auf Geschlecht und bre­it gestreut über Alter, Einkom­men und Berufsfelder.

elab­o­ra­tum denkt Dig­i­tal­ber­atung neu. Mit kon­se­quentem Blick auf die Men­schen hin­ter allen Entschei­dun­gen führt das 2010 gegrün­dete Unternehmen Dig­i­tal­pro­jek­te zum Erfolg. Die mehr als 80 Mitar­bei­t­en­den von elab­o­ra­tum helfen

Unternehmen, Men­schen zu ver­ste­hen und Dig­i­tal­isierung so einzuset­zen, dass langfristige und ver­trauensvolle Beziehun­gen entste­hen. Die Dig­i­tal­ber­atung unter­stützt Unternehmen bei der Gestal­tung eines Designs und eines Konzeptes bis hin zur Real­isierung dieser.

Zu ihren Kun­den zählen Allianz, Birken­stock, EON, Car­glass, Melit­ta, Telekom, Tele­fon­i­ca, ZEG und Zurich sowie viele weit­ere Unternehmen aus den Bere­ichen E‑Commerce, Ver­sicherun­gen, Bank­ing, Telekom­mu­nika­tion und Her­steller. Neben dem Haupt­sitz in München

hat das Unternehmen weit­ere Stan­dorte in Ham­burg, Köln, Zürich und Bern.

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